Wohnungssuche in der Schweiz: Tipps für Expats

30. August 2026

Wohnungssuche in der Schweiz: Tipps für Expats

Die Schweiz ist ein beliebtes Ziel für Expats aus Deutschland, Österreich und anderen Ländern. Doch die Wohnungssuche kann sich als echte Herausforderung entpuppen. Die Mieten sind höher als in vielen anderen europäischen Ländern, der Markt ist angespannt und die Anforderungen der Vermieter sind oft streng. Mit den richtigen Strategien und Informationen wird die Suche nach einer passenden Unterkunft jedoch deutlich leichter.

Zunächst sollten Sie sich über die verschiedenen Regionen informieren. Die Schweiz ist in 26 Kantone unterteilt, und die Mietpreise unterscheiden sich erheblich je nach Lage. Zürich und Genf sind teuer, aber auch kleinere Städte wie Bern oder Luzern bieten gute Lebensqualität. Wenn Sie flexibel sind, lohnt es sich, auch Regionen in Grenznähe zu Deutschland oder Österreich zu betrachten. Dort sind die Preise oft günstiger und die Pendelstrecken zum Arbeitsplatz überschaubar.

Die Online-Portale sind eine wichtige Anlaufstelle bei der Wohnungssuche. Websites wie Immoscout24.ch, Homegate.ch und Anibis.ch gehören zu den größten Plattformen. Registrieren Sie sich auf mehreren Seiten und schalten Sie Push-Benachrichtigungen ein, um neue Angebote sofort zu erhalten. Der Markt bewegt sich schnell – beliebte Wohnungen sind oft innerhalb weniger Stunden vergeben.

Ein großer Unterschied zu Deutschland und Österreich besteht in den Anforderungen der Vermieter. Sie werden in der Schweiz fast immer um Referenzen von früheren Vermietern gebeten. Holen Sie sich bereits vor der Wohnungssuche ein solches Referenzschreiben von Ihrem bisherigen Vermieter. Auch ein Arbeitsvertrag und eventuell eine Gehaltsbestätigung sind wichtig. Manche Vermieter verlangen zudem Auskünfte von Banken oder Versicherungen. Seien Sie darauf vorbereitet, diese Unterlagen schnell einreichen zu können.

Die Finanzielle Seite sollten Sie realistisch einschätzen. In der Schweiz rechnet man mit Mietnebenkosten von etwa 10 bis 15 Prozent der Miete. Außerdem müssen Sie meist eine Kaution hinterlegen, die etwa ein bis drei Monatsmieten beträgt. Viele Vermieter erwarten auch eine Maklergebühr, falls ein Makler involviert ist. Kalkulieren Sie diese Kosten von Anfang an ein.

Ein Netzwerk aufbauen ist ebenfalls hilfreich. Fragen Sie in Ihrer neuen Arbeitsstelle nach, ob Kollegen Wohnungen kennen oder private Empfehlungen haben. Viele Wohnungen werden gar nicht öffentlich ausgeschrieben. Expat-Gruppen auf sozialen Medien und spezielle Internetforen können ebenfalls wertvolle Tipps und Kontakte bieten.

Beachten Sie auch die rechtlichen Besonderheiten. Der Schweizer Mietvertrag ist streng reglementiert. Lesen Sie ihn genau durch oder lassen Sie ihn übersetzen, wenn Sie Schwierigkeiten mit der Sprache haben. Die Kündigungsfristen sind oft länger als in Deutschland oder Österreich – meist drei Monate zum Ende eines Kalendermonats.

Abschließend noch ein wichtiger Tipp: Seien Sie schnell bei der Bewerbung. Wenn Ihnen eine Wohnung zusagt, nehmen Sie Kontakt sofort auf und reichen Sie Ihre Unterlagen ein. Der Markt in der Schweiz ist wettbewerbsintensiv, und Vermieter treffen Entscheidungen oft sehr zügig. Mit Geduld, guter Vorbereitung und realistischen Erwartungen werden Sie die passende Wohnung finden.